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	<title>Michael Metzger</title>
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		<title>Michael Metzger</title>
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		<title>Gangsta Kiez Neukölln</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 00:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michaelmetzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Neukölln soll ja ein gefährliches Pflaster sein. Seit einem halben Jahr Wohnen in Neukölln hab ich davon nichts gemerkt, bis heute. Zosch. Eine Gruppe von drei oder vor jungen Leuten rempelt mich auf dem Weg zum Halleschen Tor an. „Ey! Geht’s noch oder wie?“, ist meine Reaktion. Sie: „Alter: Ich fick deinen Vater!“ Und ich, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=96&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neukölln soll ja ein gefährliches Pflaster sein. Seit einem halben Jahr Wohnen in Neukölln hab ich davon nichts gemerkt, bis heute. </p>
<p>Zosch. Eine Gruppe von drei oder vor jungen Leuten rempelt mich auf dem Weg zum Halleschen Tor an. „Ey! Geht’s noch oder wie?“, ist meine Reaktion. Sie: „Alter: Ich fick deinen Vater!“ Und ich, der ich mich für schlagfertig halte: „Ey, ich fick deine Mutter!“</p>
<p>Ich hielt das bis dahin für einen wirklich guten Dialog. Es hat sich nahtlos ergänzt, so wie: „Wie geht’s dir?“ – „Mir geht’s gut!“. Also: „Ich fick deinen Vater.“ – „Ich fick deine Mutter!“ Wer in Neukölln wohnt, muss sich den ortsgebräuchlichen Dialogen anpassen. Wer in Neukölln wohnt, muss ein bisschen kontern können, der darf sich nichts gefallen lassen, der muss ganz Berliner Schnauze sein. Dachte ich.</p>
<p>Die Jungs finden das nicht so lustig. Sie laufen mir bis zur nächsten Ampel nach, versuchen mich zu umzingeln. Einer baut sich vor mir auf, er ist 1,70, ich bin 1,90 groß. „Ey! Hast du gesagt: Ich fick deine Mutter?“ Ich: „Nee, das würde ich nie sagen. Das war ein Missverständnis.“ Da boxt mir schon der erste Jugendliche gegen die Brust.</p>
<p>Nun muss man feststellen, dass es ja derzeit kalt und ungemütlich ist in Berlin. Ich trage also ein Shirt, darüber einen Pulli, ein Sakko und einen Mantel. Die Wirkung ist analog zu ner kugelsicheren Weste: Ich spüre nichts. Ich gucke also den Typen irritiert an: „Ähm. Kannst du das mal sein lassen?“</p>
<p>Er, darauf vertrauend dass ihm gleich seine Famliensippe zur Hilfe eilt: „Alter! Meinem Vater gehören alle Kneipen hier in der Strasse, der kommt gleich raus!“ Und da kommt auch schon Daddy. Meine Güte! Bin ich jetzt wirklich in ne Familien-Solidaritäts-Schlägerei geraten? Daddy, sehr muskelpepackt und durchtrainiert, fragt: „Was isn hier los?“ Sohnemann beschwert sich: „Der Typ hat gesagt, er fickt Mutti!“ Ich, etwas feige, zucke nur mit den Schultern: „Nee, hab ich nie gesagt, war ein Missverständnis…“ Und Daddy, gottseidank, weist seinen Sohn zurecht: „Nun lass doch den Mann in Ruhe, der hat das bestimmt nicht so gemeint.“</p>
<p>Das ist Neukölln. Hart, brutal, aber dialogbereit wenn es drauf ankommt. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/michaelmetzger.wordpress.com/96/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/michaelmetzger.wordpress.com/96/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/michaelmetzger.wordpress.com/96/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/michaelmetzger.wordpress.com/96/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/michaelmetzger.wordpress.com/96/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/michaelmetzger.wordpress.com/96/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/michaelmetzger.wordpress.com/96/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/michaelmetzger.wordpress.com/96/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/michaelmetzger.wordpress.com/96/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/michaelmetzger.wordpress.com/96/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/michaelmetzger.wordpress.com/96/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/michaelmetzger.wordpress.com/96/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/michaelmetzger.wordpress.com/96/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/michaelmetzger.wordpress.com/96/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=96&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Fahrgast-Erziehung bei der Deutschen Bahn</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 15:50:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michaelmetzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Nervig können sie ja sein, diese Fahrkartenkontrollen der Deutschen Bahn. Dass zahlungswillige Fahrer keine Fahrkarte kaufen dürfen, kommt hingegen selten vor. Und auf der Strecke Stendal-Magdeburg wird man sogar aus pädagogischen Gründen aus dem Zug geworfen. Protokoll eines Dialoges. Ich: Ich würde gerne eine Fahrkarte kaufen, BahnCard50, von Stendal bis Magdeburg, bitte. Schaffnerin: Sie haben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=88&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nervig können sie ja sein, diese Fahrkartenkontrollen der Deutschen Bahn. Dass zahlungswillige Fahrer keine Fahrkarte kaufen dürfen, kommt hingegen selten vor. Und auf der Strecke Stendal-Magdeburg wird man sogar aus pädagogischen Gründen aus dem Zug geworfen. Protokoll eines Dialoges.<br />
<span id="more-88"></span>Ich: Ich würde gerne eine Fahrkarte kaufen, BahnCard50, von Stendal bis Magdeburg, bitte.</p>
<p>Schaffnerin: Sie haben keine Fahrkarte???</p>
<p>Ich: Nein, die würde ich jetzt gerne bei Ihnen kaufen. Ich kann bar zahlen.</p>
<p>Schaffnerin: Ich darf Ihnen im Zug keine Fahrkarte mehr verkaufen!</p>
<p>Ich: Wie das? Im ICE neulich ging das doch auch.</p>
<p>Schaffnerin: In der Regionalbahn ist das seit 1. August 2008 nicht mehr zulässig.</p>
<p>Ich: Oh, Verzeihung, das wußte ich nicht.</p>
<p>Schaffnerin: Dann bekomme ich mal Ihren Personalausweis. Sie müssen erhöhtes Beförderungs-Entgelt zahlen.</p>
<p>Ich: Ich gebe Ihnen bestimmt nicht meinen Personalausweis. Ich würde bei Ihnen gerne eine Fahrkarte kaufen, Sie könnten in Ihr Computer-Gerät einfach die Strecke eintippen und mir die Fahrkarte ausdrucken. Ich bin kein Schwarzfahrer.</p>
<p>Schaffnerin: Sie geben mir jetzt hren Personalausweis!</p>
<p>Ich: Nein.</p>
<p>Schaffnerin: Ich kann auch die Polizei rufen!</p>
<p>Ich: Wie, hier im Zug? Wir fahren mitten durch die Pampa.</p>
<p>Schaffnerin: Sie haben aber keine Fahrkarte.</p>
<p>Ich: Nein. Sie weigern sich ja, mir eine zu verkaufen.</p>
<p>Schaffnerin: Würde ich Ihnen jetzt eine Fahrkarte verkaufen, müsste ich jedem eine verkaufen.</p>
<p>Ich: Na gut, dann steige ich eben an der nächsten Station aus und löse dort am Automaten ein Ticket nach Magdeburg. Wir sind ja gleich da, sicher kostet das viel weniger als wenn ich bei Ihnen ab Stendal zahlen müsste.</p>
<p>Schaffnerin: Okay.</p>
<p>Ich: Okay? Wenn ich das jetzt mache, dann verdient die Bahn an mir doch viel weniger, als wenn Sie mir ein Ticket verkaufen!</p>
<p>Schaffnerin: Das ist okay, denn wenn Sie jetzt auf den nächsten Zug warten müssen, dann lernen Sie daraus und kaufen sich beim nächsten Mal gleich ein Ticket.</p>
<p>Ich: &#8211; sprachlos -</p>
<p>Epilog: Zwei Dörfer vor Magdeburg, in Zielitz verlasse ich die Regionalbahn. Der Bahnautomat auf dem Bahnsteig akzeptiert meinen 10-Euro-Schein nicht, ich platze also in eine Geburtstagsparty am nahe gelegenen Sportheim und lasse mir mein Geld wechseln. Am Automat zahle ich für die Fahrt nach Magdeburg nur noch 2,50 Euro. Der nächste Regionalzug kommt in 20 Minuten.</p>
<p>Wer auch mal nach Zielitz will, kann sich an dieser Karte orientieren:</p>
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<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=4b4d074b-7994-86f9-adfd-88dfc073ec0e" alt="" /></div>
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		<item>
		<title>Verändern gehen statt wählen gehen</title>
		<link>http://michaelmetzger.wordpress.com/2009/09/30/verandern-gehen-statt-wahlen-gehen/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Sep 2009 11:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michaelmetzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[medienmachen]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele Nichtwähler sind politisch interessiert, und bleiben bewusst aus Protest zu Hause. Für das Magazin &#8222;Einwurf &#8211; Wegwurf&#8220; der Jugendpresse Deutschland und der Jungen Presse Berlin habe ich drei überzeugte Nichtwähler interviewt. Das ganze Heft gibt es zum Download hier. In diesem Interview wollt ihr namentlich nicht genannt werden, stattdessen bezeichnet ihr euch als „LebenskünstlerInnenkollektiv [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=86&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!--[if gte mso 9]&gt;   Normal  0  21      false  false  false                     MicrosoftInternetExplorer4  &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;   &lt;![endif]--> <!-- /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&gt;  /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}  &lt;![endif]-->Viele Nichtwähler sind politisch interessiert, und bleiben bewusst aus Protest zu Hause. Für das Magazin &#8222;Einwurf &#8211; Wegwurf&#8220; der Jugendpresse Deutschland und der Jungen Presse Berlin habe ich  drei überzeugte Nichtwähler interviewt. Das ganze Heft gibt es zum Download <a href="http://www.politikorange.info/politikorange_einwurfwegwurf.pdf">hier</a>. </p>
<p><span id="more-86"></span><br /><!--[if gte mso 9]&gt;   Normal  0  21      false  false  false                     MicrosoftInternetExplorer4  &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;   &lt;![endif]--> <!-- /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:595.3pt 841.9pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:35.4pt; 	mso-footer-margin:35.4pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&gt;  /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}  &lt;![endif]--><i>In diesem Interview wollt ihr namentlich nicht genannt werden, stattdessen bezeichnet ihr euch als „LebenskünstlerInnenkollektiv Berlin“. Warum?</i></p>
<p>Wir sind eine politische Gruppe, da wollen wir keine Einzelperson in den Vordergrund rücken. Unsere Namen lesen wir außerdem aus Datenschutzgründen nicht gerne in einer Zeitung.</p>
<p><i>Als Nichtwähler gefährdet ihr die Demokratie. Ich nehme an, das ist euch bewusst.</i></p>
<p>Wahlen gelten als die Basis der Demokratie, über sie sollen die Bürger Politik und somit Gesellschaft gestalten können. Konkret bedeutet dies, alle vier Jahre eine Stimme abzugeben. Diese Abgabe erfolgt aufgrund von Wahlversprechen, deren Einhaltung niemand erzwingen kann. Tatsächlich können Parteien und Abgeordnete dem entgegengesetzt handeln ohne dass dies innerhalb der Wahlperiode Konsequenzen hätte.</p>
<p><i>So funktioniert das eben: Jeder Wähler stimmt für die Partei, die seine Interessen am ehesten vertritt. Die Mehrheit bildet dann eine Regierung.</i></p>
<p>Ganz so stimmt das nicht: Die Abgabe einer Stimme erfolgt ja nur aufgrund von Wahlversprechen, deren Einhaltung niemand erzwingen kann. Tatsächlich können Parteien und Abgeordnete dem entgegengesetzt handeln ohne dass dies innerhalb der Wahlperiode Konsequenzen hätte.</p>
<p><i>Zum Beispiel?</i></p>
<p>Ein sozialdemokratischer Kanzler setzte mit Agenda 2010, Hartz 1-4 etc. die größten Einsparungen im Sozialsystem seit Gründung der BRD durch. Die als Friedenspartei gegründeten Grünen stimmte mit der Teilname am Kosovokrieg 1999 dem ersten deutschen Kriegseinsatz seit Ende des zweiten Weltkrieges zu. Bis zum heutigen Tag töten und sterben deutsche Soldaten in Auslandseinsätzen auf der ganzen Welt. Und die Linke tritt nach wie vor im Wahlkampf gegen Sozialabbau und Hartz 4 an. Sie zeigten in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern trotzdem keine Skrupel eben jenes durchzusetzen.</p>
<p><i>Die bürgerlichen Parteien findet ihr sicher auch nicht besser.</i></p>
<p>Naja, die FDP wirbt schon immer, wie auch im aktuellen Wahlkampf, mit&nbsp; Bürgerrechten. Dennoch stimmten sie beispielsweise dem „großen Lauschangriff“ und&nbsp; den sogenannten Antiterrorgestzen nach dem 11. September zu. Und die Wahlversprechen der CDU gehen selten über Sprechblasen wie „Wir haben die Kraft“ hinaus. Diese Kraft haben sie tatsächlich -&nbsp; und zwar für&nbsp; Sozialabbau, Überwachung und Kriegseinsätze. Diese Auswahl von Beispielen macht klar, dass es sich hierbei nicht mehr um&nbsp; Koalitionskompromisse handelt. Vielmehr werfen die Parteien ihre Kernpositionen über Bord. </p>
<p><i>Da muss man eben das kleinere Übel wählen.</i></p>
<p>Auch die oft erwähnte „Wahl des kleineren Übels“ ist abhängig von den jeweiligen Sachzwängen. Das ein oder andere Wahlversprechen, zum Beispiel „keine Studiengebühren“ oder Atomausstieg, mag eine Wahl überdauern. Dies gilt allerdings nur bis zu dem Punkt an dem andere, wirtschaftliche Zwänge überwiegen.</p>
<p><i>Woran liegt das euerer Meinung nach?</i></p>
<p>Sowohl die Möglichkeit Wahlversprechen zu brechen, als auch eine Dominanz wirtschaftlicher Zwänge sind die Grundlage der hiesigen Wirtschaftsordnung und ihrer parlamentarischen Demokratie. Diese Wirtschaftsordnung im Grundgesetz festgeschrieben und kann von den Parteien auch dann nicht geändert werden, sollte der politische Wille dazu vorhanden sein. Denn den Zwang zur profitablen Wirtschaft zu Gunsten einer an Bedürfnis der Menschen ausgerichteten Wirtschaft abzuschaffen bedeutet zwangsläufig das Infragestellen des individuellen Reichtums einiger Weniger. Letzteres, als das große Versprechen einer Chance auf das individuelle Glück, ist die Säule dieser Gesellschaft. Dementsprechend wäre jede Partei die dies ändern wollte verfassungsfeindlich – und somit nicht wählbar. Wenn Wahlversprechen nicht eingehalten werden, ist das also nicht die Schuld der Politiker und der Parteien. Es ist Teil unserer gesellschaftlichen Ordnung, die Politiker nur verwalten, aber nicht bestimmen.</p>
<p><i>Indem ihr nicht zur Wahl geht, spielt ihr aber auch den Rechtsextremen in die Hände.</i></p>
<p>„Aber die Nazis&#8230;“ ist meist das Totschlag- Argument, auf jeden Fall zur Wahl zu gehen und diesen nicht seine Stimme zu geben. Das Problem mit den Nazis liegt jedoch nicht in deren Sichtbarkeit im Parlament, sondern in ihrer Ideologie in unserer Gesellschaft. Dies würde auch dadurch, dass die rechten Parteien weniger Geld bekämen, nicht gelöst. Faschismus und Rassismus können im Parlament nicht bekämpft werden. Der Antifaschismus muss in der Gesellschaft, in den Köpfen, auf der Straße stattfinden. Die jetzige Asyl- und Abschiebepolitik leistet dem Rassismus mehr Vorschub als einige Millionen Euro an Wahlkampf- Kostenerstattung das könnten.</p>
<p><i>Und wie wollt ihr mit Nichtwählen etwas am System ändern?</i></p>
<p>Also, Wählen ändert im Wesentlichen nichts, stellt sich nur noch die Frage: Was ändert Nichtwählen? Nichtwählen ändert zunächst auch nichts. Es ist eine verneinende Form der Äußerung. Und im Gegensatz zum Wähler des kleineren Übels, verweigert der Nichtwähler den Parteien seine Legitimation dazu in vermeintlicher Vertretung der Bevölkerung eine Politik der wirtschaftlichen Sachzwänge gegen die Bevölkerung durchzusetzen. Wer aber auch etwas ändern will, sollte sich nicht auf das alleinige „Nein!“ beschränken. Anstelle der Abgabe von Verantwortung an Parteien, sollte die Verantwortung in der eigenen Hand behalten werden. „Verändern gehen statt wählen gehen!“</p>
<p><b></b>  </p>
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		<title>Juhu, endlich Freizeit!</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 10:36:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michaelmetzger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bundestagswahlen sind gelaufen, und Steinmeier hat gut lachen. Diese Werbeanzeige ziert aktuell die Politik-Berichterstattung bei Spiegel Online:<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=82&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bundestagswahlen sind gelaufen, und Steinmeier hat gut lachen. Diese Werbeanzeige ziert aktuell die Politik-Berichterstattung bei Spiegel Online:</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-81" title="Unbenannt-1.jpg" src="http://michaelmetzger.files.wordpress.com/2009/09/unbenannt-1.jpg?w=300&#038;h=187" alt="Unbenannt-1.jpg" width="300" height="187" /></p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=4b4d074b-7994-86f9-adfd-88dfc073ec0e" alt="" /></div>
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		<title>Demokratie-Simulation in historischer Kulisse</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 16:53:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michaelmetzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[medienmachen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Wassertropfen regnet auf unsere Windschutzscheibe, dann zwei, bald drei. Sich gegenseitig verfolgend und zu einem Rinnsaal vereinend, hinterlassen sie breite Fäden auf dem Glas, ehe sie sich, kaum dass sie vom Himmel kamen, auf der Fahrbahn in eine breite Pfütze ergießen. Es ist neun Uhr morgens, der Himmel über Braunschweig ist trüb. Das Team [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=73&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-75" title="IMG_1017 (Large) (WinCE)" src="http://michaelmetzger.files.wordpress.com/2009/09/img_1017-large-wince1.jpg?w=150&#038;h=112" alt="IMG_1017 (Large) (WinCE)" width="150" height="112" />Ein Wassertropfen regnet auf unsere Windschutzscheibe, dann zwei, bald drei. Sich gegenseitig verfolgend und zu einem Rinnsaal vereinend, hinterlassen sie breite Fäden auf dem Glas, ehe sie sich, kaum dass sie vom Himmel kamen, auf der Fahrbahn in eine breite Pfütze ergießen.</p>
<p><span id="more-73"></span><br />
Es ist neun Uhr morgens, der Himmel über Braunschweig ist trüb. Das Team der Wahlgang ist heute besonders früh aufgestanden. Abfahrt in Berlin war bereits um sechs Uhr, wir befinden uns in Anfahrt auf das Franz’sche Feld. Das große, graue Stabsgebäude aus der NS-Zeit beherbergt heute eine integrierte Gesamtschule „IGS Franz’sches Feld“. Hier, wo früher Soldaten des Luftfahrtskommando ausgebildet wurden, wollen heute die Schüler der Oberstufe Demokratie nachspielen: In verschiedenen simulierten Ausschüssen soll über aktuelle politische Themen diskutiert werden. Leonie von der Schülervertretung hat den Workshop organisiert, auf diese Weise will sie ihre Mitschüler motivieren, sich mit den politischen Programmen der Parteien auseinanderzusetzen.</p>
<p><img class="alignright size-thumbnail wp-image-76" title="IMG_1018 (Large) (WinCE)" src="http://michaelmetzger.files.wordpress.com/2009/09/img_1018-large-wince.jpg?w=150&#038;h=112" alt="IMG_1018 (Large) (WinCE)" width="150" height="112" />Noch sind wir bedrückt von der NS-Architektur, bestaunen den Pater Noster, einen niemals anhaltenden Fahrstuhl, der sich durch die Wände des Bauwerkes windet, und die leicht verbogenen Flure, die durch einen architektonischen Kniff länger wirken als sie sind. Dann füllt sich der große Mensa-Raum im obersten Stockwerk. 150 Schüler kommen zusammen, gucken den Trailer der Wahlgang, teilen sich in Gruppen ein.</p>
<p>Energie und Bildung heißen die Ausschüsse, Arbeitsmarkt und Afghanistan sowie Datenschutz. Die Kernpositionen der einzelnen Parteien hat Leonie mit einigen Mitschülern kompakt und vergleichbar auf einem Handout zusammengeschrieben. In den Ausschüssen sollen die Schüler eine gemeinsame Position finden, doch das ist  gar nicht so einfach.</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-77" title="IMG_1019 (Large) (WinCE)" src="http://michaelmetzger.files.wordpress.com/2009/09/img_1019-large-wince.jpg?w=150&#038;h=112" alt="IMG_1019 (Large) (WinCE)" width="150" height="112" />„Wir wollen einen Atomausstieg bis 2021“, trägt der Sprecher des Energie-Ausschusses vor. „Sollten wir das nicht schaffen bleiben die Kraftwerke eben länger in Betrieb, Hauptsache, wir brauchen keine Kohlekraftwerke mehr.“ Eine Schülerin ist damit nicht einverstanden. „Kohle ist harmloser als Atomkraft“, protestiert sie. „Früher oder später verheizt die Menschheit sowieso alle fossilen Energien. Lasst uns das gleich machen, das ist besser als einen Atom-GAU zu riskieren.“ Da fällt ihr ein Mitschüler ins Wort: „Quatsch!“, ruft er und trägt Passagen aus dem Klimaschutzbericht vor. „Wenn die globale Erwärmung in den kommenden zehn Jahren so fortschreitet, brauchen wir uns über einen atomaren GAU keine Sorgen mehr machen. Dann können wir nämlich auf diesem Planeten sowieso nicht mehr überleben.“</p>
<p>So ist das eben in der Politik. Nicht immer finden sich Konsens-Meinungen zu einzelnen Themen. Auch der simulierte Ausschuss zum Thema Afghanistan ist uneins. Klar ist nur: Es muss eine Exit-Strategie her. „Würden wir diskutieren, ob wir mit Soldaten in Afghanistan eindringen sollen, würde ich Nein sagen“, meint ein Schüler. „Jetzt haben wir aber eine Situation, dass wir schon im Land drin sind. Da können wir doch nicht einfach so wieder raus!“</p>
<p>Ein paar ratlose Blicke und Ausschuss-Kompromisse später haben Leonies Mitschüler eine Vorstellung davon, wie kompliziert politische Entscheidungen sein können. Da ist es dann umso erfrischender zu hören, was der Bildungs-Ausschuss erarbeitet hat: Bildung muss kostenlos sein, da sind sich alle einig. Studiengebühren gehen gar nicht. Und Gesamtschulen müssen gefördert werden, denn mit dem Konzept der Gesamtschule haben die Schüler auf dem Franz’schen Feld schon gute Erfahrungen gemacht. In dem Moment blitzen ein paar Sonnenstrahlen durch das Dachfenster. Die schauerliche Aura aus der Vergangenheit des Dritten Reiches hat das Gebäude endgültig abgestreift.</p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=4b4d074b-7994-86f9-adfd-88dfc073ec0e" alt="" /></div>
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		<title>Links, linker, am linkesten</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 17:33:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Beim Wahlgang-Termin am OSZ „Gesundheit II“ in Berlin-Marzahn fehlten die Kandidaten von CDU und FDP. Umso deutlicher traten die Unterschieden in linken Konzepten hervor. Marzahn wählt links. Bei der letzten Bundestagswahl im Berliner Plattenbau-Bezirk kam die Linkspartei auf 34 Prozent der Stimmen, die SPD ebenfalls, und die Grünen konnten immerhin noch knapp über fünf Prozent [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=70&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Wahlgang-Termin am OSZ „Gesundheit II“ in Berlin-Marzahn fehlten die Kandidaten von CDU und FDP. Umso deutlicher traten die Unterschieden in linken Konzepten hervor. <br /><span id="more-70"></span><br />Marzahn wählt links. Bei der letzten Bundestagswahl im Berliner Plattenbau-Bezirk kam die Linkspartei auf 34 Prozent der Stimmen, die SPD ebenfalls, und die Grünen konnten immerhin noch knapp über fünf Prozent aller Wähler für sich gewinnen. Offenbar haben die bürgerlichen Kräfte der CDU und FDP den Bezirk längst aufgegeben. So ist es jedenfalls zu erklären, dass bei der Veranstaltung der Wahlgang im Oberstufenzentrum „Gesundheit II“ nur Kandidaten der SPD, der Linken und der Grünen den rund 150 Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort stehen.</p>
<p>„Schade, dass die FDP nicht da ist“, heißt es daher auch in jedem zweiten Publikumskommentar, oder: „Mit der CDU wäre so ne Diskussion bestimmt spaßiger“. Geradezu harmonisch verläuft die Diskussion zwischen Stefan Ziller von den Grünen, Rudolf Kujath von der SPD und Petra Pau von den Linken. Der Moderator, Schüler Matthias Ziwersch, lotst durch die Themenblöcke Finanzen und Mindestlohn, Klimaschutz und Harzt IV. In groben Zügen ist sich die Podiumsgäste meist einig, im Detail freilich scheiden sich dann die Geister. „Ich bin froh dass es die Pendlerpauschale gibt“, erklärt da beispielsweise Rudolf Kujath, sehr zum Erschrecken des grünen Kandidaten. „So können wir hier im grünen Bezirk Marzahn-Hellersdorf wohnen, und zum Arbeiten wo anders hinfahren.“ </p>
<p>Hitzig wird die Diskussion vor allem beim Thema Mindestlohn. Die Schülerinnen und Schüler sind skeptisch. „Was ist denn mit Arbeitgebern, die das nicht zahlen können?“, will eine Schülerin wissen. „Da werden dann Leute entlassen. Ich bin der Meinung, dass das ein Teufelskreis ist.“ Rudolf Kujath hingegen findet, schon auf Grund der Menschenwürde müsse man einen Mindestlohn einführen. „Wenn Menschen mehr Geld verdienen, kurbelt das außerdem auch wieder die Wirtschaft an, weil sie mehr einkaufen können – und so entstehen Arbeitsplätze“, sagt der SPDler. Auf ein bedingungsloses Grundeinkommen, also ein Einkommen ohne Arbeit, will er sich allerdings nicht einlassen. Umso überzeugter ist Petra Pau von dem Konzept: „Wir müssen Hartz4 überwinden“, sagt die Linke. „Wer Hartz4 beantragt, muss 150 persönliche Fragen zu Daten beantworten, was persönlichen Status und Umfeld angeht. Ein Herr Ackermann würde in so einem Fall Hunderte Anwälte scharf machen.“ Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde Arbeitslose aus ihrer unterwürfigen Rolle befreien, findet die Direktkandidatin. Und dann hagelte es noch einen Seitenhieb der Grünen auf den Genossen der SPD: „Wenn man wie die SPD der Meinung ist, dass man 4 Mio neue Arbeitsplätze schaffen kann und Vollbeschäftigung möglich ist, dann braucht man so ein Grundeinkommen-Modell natürlich nicht“, keilte Stefan Ziller. „Wenn man da aber skeptisch ist, muss man sich vielleicht Gedanken machen, wie Gesellschaft anders organisiert werden kann.“ Für einen Augenblick scheint da ein Riss in der rot-rot-grünen Kuschelrunde zu entstehen. Denn wo CDU und FDP fehlen, wird für die Schülerinnen und Schüler des OSZ „Gesundheit II“ umso deutlicher, wo die Grenzen innerhalb der linken Lager verlaufen.</p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" alt="" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=4b4d074b-7994-86f9-adfd-88dfc073ec0e" /></div>
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		<title>Die Stimme der Stimmlosen</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 13:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michaelmetzger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sie könnten eine Stimme haben – und werfen sie weg. Doch nicht alle Nichtwähler sind gleich. Mit den Gründen fürs Nichtwählen setzen sich Anna Siitam und Kristin Dethloff in ihrem Projekt „Choiceless – voiceless?“ auseinander. Im Büro der Jugendpresse habe ich die beiden für politikorange interviewt &#8211; die vollständige Zeitung gibt es zum Download unter [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=68&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie könnten eine Stimme haben – und werfen sie weg. Doch nicht alle Nichtwähler sind gleich. Mit den Gründen fürs Nichtwählen setzen sich Anna Siitam und Kristin Dethloff in ihrem Projekt „Choiceless – voiceless?“ auseinander. Im Büro der Jugendpresse habe ich die beiden für politikorange interviewt &#8211; die vollständige Zeitung gibt es zum Download unter <a title="blocked::http://www.politikorange.info/politikorange_einwurfwegwurf.pdf" href="http://www.politikorange.info/politikorange_einwurfwegwurf.pdf" target="_blank">http://www.politikorange.info/politikorange_einwurfwegwurf.pdf</a> .<br /><span id="more-68"></span><i>„Choiceless – voiceless“ ist der Titel eueres Projektes. Haben Nichtwähler keine Stimme?</i></p>
<p>Kristin: Keine gemeinsame jedenfalls. In der gesellschaftlichen Wahrnehmung werden Nichtwähler dämonisiert. Angeblich sind sie politisch desinteressiert, ihnen ist alles egal, sie gefährden die Demokratie. Dabei sind Nichtwähler keineswegs alle gleich: Es gibt zahlreiche unterschiedliche Gründe, seine Stimme bei einer Wahl zu verweigern.</p>
<p><i>Nämlich?</i></p>
<p>Kristin: Natürlich gibt es da die politisch uninteressierten Nichtwähler, in deren Leben es keine große Rolle spielt, wer sie regiert. Aber dann sind da auch die Nichtwähler, die einfach nicht verstehen, wie eine Wahl funktioniert. Denen sind Wahlzettel zu kompliziert, oder sie wissen nicht, wie sich ihre Stimme überhaupt auf das Wahlergebnis auswirkt.</p>
<p><i>Da muss man doch was tun! Kann hier die Politik nicht aufklären?</i></p>
<p>Anna: Klar. Wer aus Unkenntnis zu Hause bleibt, den erreichen Projekte zur Demokratie-Aufklärung. Dem muss man nur mal erklären, wie so eine Wahl funktioniert. Aber es gebt auch noch die aufgeklärten Nichtwähler. Die sind bestens informiert, und entscheiden sich hinterher bewusst, nicht zur Wahl zu gehen – beispielsweise, weil sie keine Partei finden, die zu ihnen passt. Schließlich ist Wählen bei uns ein Recht, und keine Pflicht. </p>
<p><i>Nichtwählen kann also ein Protest gegen das politische System sein?</i></p>
<p>Kristin: Genau. In Deutschland können wir diese Gruppe der Nichtwähler nicht eindeutig identifizieren. Sie haben ja keine Möglichkeit, ihre Verweigerungshaltung aktiv zu kommunizieren. In Mexiko gab es beispielsweise mal die Möglichkeit, sich bei einer Wahl bewusst zu enthalten, also zur Wahl zu gehen ohne einer kandidierenden Partei die Stimme zu geben. Da haben sich im Durchschnitt fünf Prozent aller Wähler enthalten, in manchen Städten sogar zehn Prozent.</p>
<p><i>Man könnte meinen, diese Verweigerungshaltung betrifft besonders bestimmte Milieus. Punks zum Beispiel.</i></p>
<p>Anna: Vorsicht mit solchen Klischees! Bei unserem internationalen Seminar zum Thema Nichtwähler, das wir vor einiger Zeit in Berlin durchgeführt haben, gab es eine Straßenumfrage. Da haben wir auch Punks befragt. Nur wenige von ihnen haben zugegeben, dass sie bekennende Nichtwähler sind, und wurden von ihren Freunden dafür ganz schön angegangen: Sie mussten sich rechtfertigen, wie sie denn die Demokratie dermaßen gefährden können, und warum sie ihre Stimme so leichtfertig verschenken.<br /><i><br />Schubladendenken greift hier also zu kurz?</i></p>
<p>Anna: Ich glaube schon. Auf der anderen Seite hatten wir bei unserer Umfrage eine Gruppe konservativ gekleideter, älterer Menschen – auf den ersten Blick klassische bürgerliche Wähler. Das waren allerdings Zeugen Jehovas, die uns erklärt haben, dass sie nie wählen gehen, weil in ihren Augen Jesus der legitime Herrscher der Welt ist. Da haben wir ganz schön gestaunt.</p>
<p><i>Habt ihr bei euerem internationalen Seminar Gemeinsamkeiten unter den Teilnehmern festgestellt?</i></p>
<p>Kristin: Die Leute kamen aus England, Polen, der Türkei, Frankreich, Ungarn und Deutschland. Besonders deutlich wurde in der Diskussion, dass die Wahlbeteiligung umso mehr nachlässt, je größer der Zusammenhang ist. Nehmen wir die Europawahl: Die Ziele sind so abstrakt, die einzelne Stimme ist im Vergleich zur Gesamtbevölkerung so wenig wert, dass die Leute teilweise ökonomisch abwägen und zu dem Schluss kommen: Da „lohnt“ es sich für mich gar nicht zu wählen.</p>
<p><i>Dabei haben die Punks doch Recht: Nichtwähler gefährden eine Demokratie.</i></p>
<p>Kristin: Das würde ich so nicht unterstreichen. Nichtwähler gefährden das Parteiensystem, das ist richtig. Wenn dem Parteiensystem durch mangelnde Wahlbeteiligung die Legitimation entzogen wird, dann muss aber eine Demokratie darauf reagieren: Das System ist doch für den Bürger da, nicht umgekehrt. </p>
<p><i>Wie soll so eine Reaktion aussehen?</i></p>
<p>Kristin: Erstmal müssen die Parteien sich mit dem Phänomen des Nichtwählers überhaupt auseinander setzen. Mir scheint, es gibt kaum die Bereitschaft dazu. Im Rahmen unseres Seminares taten wir uns ganz schön schwer, Gesprächspartner aus den Parteien zu finden. Da fehlt komplett das Interesse am Thema. </p>
<p>Anna: Jedenfalls wird das Problem sich nicht von selbst lösen, im Gegenteil: Beim aktuellen Wahlkampf finden kaum inhaltliche Auseinandersetzungen statt. So bekommt man keine Wähler an die Urne. Ich fürchte, zur Bundestagswahl wird die Gruppe der Nichtwähler noch mal ziemlich anwachsen.</p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" alt="" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=923125d7-b437-8ed8-873f-d4da20afcaa9" /></div>
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		<title>Das Missverständnis der Politikverdrossenheit</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 20:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michaelmetzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[medienmachen]]></category>

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		<description><![CDATA[Junge Leute sind politikverdrossen, behaupten zahlreiche Studien. Wächst da eine Generation von Nichtwählern heran? Mit dieser Frage habe ich mich in der aktuellen Ausgabe des Jugendmagazins politikorange auseinandergesetzt. Die vollständige Zeitung gibt es zum Download unter http://www.politikorange.info/politikorange_einwurfwegwurf.pdf .Was für eine Zahl: 39 Prozent! So gering ist der Anteil unter allen Jugendlichen in Deutschland, die sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=65&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
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<p>Und was die jungen Leute da den Politikern alles an den Kopf werfen: „Vergleichweise hoch ausgeprägt sind die Indikatoren, die für die sog. Politikverdrossenheit in Deutschland stehen“, heißt es in der Shell-Studie. „Dies gilt zum Beispiel für die Aussagen, dass ‚Politiker nur daran interessiert sind, gewählt zu werden, und nicht daran, was die Wähler wirklich wollen’“ Nur 2,6 von möglichen 5 Vertrauenspunkten geben die Befragten der politischen Klassen. Gerichte, Polizei, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen schneiden allesamt besser ab. <br />&nbsp;<br />Wächst da also eine ganze Alterskohorte an desinteressierten Nichtwählern heran? Was ist nur mit der Jugend los, eben jene Gruppe, die in den vergangenen Generationen durch Kritik am bestehenden System, immerwährende Besserwisserei und Rebellion aufgefallen ist? Es scheint, als setze Konkurrenz- und Leistungsdruck, Verkürzung der Schulzeit und bachelor-bedingte Verschulung des Studiums junge Leute dermaßen unter Druck, dass sie vor lauter Wimmern den einzigen Ausweg übersehen: Poltische Beteiligung, um die herrschenden Verhältnisse zum Tanzen zu bringen.</p>
<p>Die gute Nachricht zuerst: Es stimmt nicht. Diese Jugend ist nicht unpolitisch, sie kauert nicht jammernd in der Ecke, sie hat nicht den Bezug zu Politik verloren. Nur ist es, wie so oft, eine Frage von Blickwinkeln und Definitionen. Eine Politikverdrossenheit kann Oskar Niedermayer jedenfalls nicht feststellen. Der Berliner Politologe kritisiert die zu allgemeine Fragestellung zahlreicher Umfragen. Selbst ein glühender Anhänger einer bestimmten Partei könne die Frage nach dem Vertrauen in „die Parteien“ nur negativ beantworten, so der Experte, „weil er nicht weiß, wie er das unterschiedliche Vertrauen in die verschiedenen Parteien gegeneinander aufrechnen soll.“</p>
<p>Oskar Niedermayer hat sich die Mühe gemacht, sämtliche Mitgliederdaten der Parteizentralen von CDU, CSU, FDP, SPD, den Grünen und den Linken auszuwerten. In seinem Essay „Jugend und Parteien“ kommt er zu dem Schluss, dass die Anzahl junger Mitglieder in den bürgerlichen Parteien nahezu gleich geblieben ist. Eine echte Krise hat hier nur die SPD zu verzeichnen – und die Schuld für die Krise der Sozialdemokratie will wohl niemand ernsthaft der Jugend in die Schuhe schieben.</p>
<p>Die Jugendlichen, die sich nach wie vor mehrheitlich irgendwie als „links“ definieren, haben anscheinend einfach keine Lust mehr auf die Genossen. Die SPD, die sich lange Zeit als Auffangbecken einer jungen Generation verstand, lassen junge Leute heute links liegen. Die Grünen und Linken können das Potential nicht völlig auffangen, denn langfristige Bindungen sind unter jungen Leuten ohnehin „out“. Vereine, Verbände und Parteien werden von einem Individualismus eingeholt, der sich, unberechenbar und wechselhaft, immer wieder neu orientieren und flexibel bleiben will. Ein Parteibuch in der Westentasche gilt als unnötiger Ballast, die Rolle des verknüpfenden Netzwerkes nimmt ohnehin längst das Internet ein.</p>
<p>Politikverdrossen sind Jugendliche deshalb keineswegs. Sie engagieren sich, zwar punktuell und mit konkreten Zielen, aber in großem Maße: 33 Prozent der Jugendlichen geben in der Shell-Studie an, „oft“, und weitere 42 Prozent, „gelegentlich“ für soziale oder gesellschaftliche Zwecke in ihrer Freizeit aktiv zu sein. Politik in ihrer reinsten Form also: Denn Politik heißt ein Verhalten innerhalb der Gesellschaft, das auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtet und dementsprechend vorausberechnet ist. Hauptsächlich geht es dabei um die gegenwärtige und zukünftige Ordnung der Welt, immer wieder auch um gesellschaftlich verbindliche Regeln des Zusammenlebens. Hausaufgabenbetreuung im Jugendzentrum um die Ecke, eine Informationsveranstaltung für die Umgestaltung des Schulgartens oder eine Unterschriftenaktion für eine verlängerte Sperrstunde von Kneipen: All das ist Politik. Und all das setzen junge Leute um. Nur verzichten sie heute mehr und mehr auf die Unterstützung etablierter Parteien.</p>
<p>Und mehr noch: Geht es um die ureigenen Interessen ihrer Generation, bekämpft die Jugendgeneration mit aller Kraft die im Bundestag vertretenen politischen Gruppierungen. Gegen Studiengebühren gehen sie auf die Strasse, gegen eine Schulzeitverkürzung organisieren sie Streiks und besetzen Gebäude. Wer das egoistisch findet, hat eine verklärte Vorstellung von Politik: Bedeutet politisches Handeln doch, seine eigenen Interessen – auch gegen Widerstände anderer – zu behaupten. Und tastet man den jungen Leuten ihr selbst gewähltes verbindendes Element, das Internet, an, bekommt man den Zorn einer Generation zu spüren: Als Familienministerin Ursula von der Leyen ein Gesetz zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet vorgestellt hat, liefen die Jugendlichen Sturm. Sie fürchteten staatlich gesteuerte Zensur im Internet, und wollten sich das nicht gefallen lassen. Nicht wenige junge Leute gründeten sogar, ganz altmodisch und althergebracht, eine Partei. Die „Piraten“ treten in diesem Jahr erstmals zur Bundestagswahl an. Einer ihrer Slogans lautet: „Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen“.</p>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" alt="" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=d317582a-6048-80c7-ad4b-3e2e2ffaa592" /></div>
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		<title>Kostenlos durch Deutschland touren mit der Wahlgang</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 13:32:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michaelmetzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[medienmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum in die Ferne schweifen? So eine Deutschland-Tour kann doch auch ganz nett sein. Umso besser, wenn man den Urlaub mit etwas Sinnvollem verbinden kann. Wer sich als Regionalteamleiter für die Wahlgang registriert, bekommt ein Auto gestellt sowie Sprit- und Übernachtungskosten erstattet. An verschiedenen Schulen einer Region wird dann Werbung für Politik im Allgemeinen und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=58&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Warum in die Ferne schweifen? So eine Deutschland-Tour kann doch auch ganz nett sein. Umso besser, wenn man den Urlaub mit etwas Sinnvollem verbinden kann. Wer sich als Regionalteamleiter für die Wahlgang registriert, bekommt ein Auto gestellt sowie Sprit- und Übernachtungskosten erstattet. An verschiedenen Schulen einer Region wird dann Werbung für Politik im Allgemeinen und die Bundestagswahlen im Besonderen gemacht, den Nachmittag kann der oder die TeamleiterIn mit Sightseeing und Urlab verbringen. Eine tolle Alternative zum Urlaub am Meer.</p>
<p><span id="more-58"></span></p>
<p>Hier die Ausschreibung:</p>
<blockquote><p>RegionalteamleiterIn gesucht!</p>
<p>Wir suchen zum nächst möglichen Zeitpunkt RegionalteamleiterInnen für unsere Jung- und ErstwählerInnen Kampagne zur Bundestagswahl 2009. Wichtig ist, dass du Interesse an unserem Projekt hast und bereit bist, von jetzt an bis zur Bundestagswahl das Projekt in deiner Position als RegionalteamleiterIn zu begleiten.</p>
<p>Die Kampagne “WAHLGANG ´09&#8243; richtet sich an Jung- und Erstwähler/-innen zwischen 18 und 29 Jahren mit dem Ziel die jungen Wähler/-innen auf frische und ansprechende Weise zu erreichen, sowie die Aufmerksamkeit auf die nahende Bundestagswahl zu lenken. Die jungen Erwachsenen sollen Interesse entwickeln, sich mit den Sachverhalten auseinander zu setzen, über relevante Wahl-Themen zu diskutieren bzw. zu lernen und natürlich motiviert werden, am 27. September 2009 ihre Stimme an der Wahlurne abzugeben.</p>
<p>Unsere Anforderungen an dich sind<br />
• Erfahrung in der (politischen) Jugendarbeit<br />
• Spaß am Umgang mit jungen Menschen<br />
• Zeit vom 08. September bis zum 25. September in deiner Region 20 Schulen zu besuchen<br />
• ein Führerschein für PKW !<br />
• viel Motivation, Kreativität und Engagement<br />
• große Bereitschaft, dich in ein Team einzubinden</p>
<p>Deine Aufgaben sind<br />
• die logistische Planung der Schultour durch deine Region<br />
• die Leitung von Podiumsdiskussionen mit Bundestagskandidaten in den jeweiligen Schulen<br />
• innerhalb des angegebenen Zeitraums gemeinsam mit 1 – 2 weiteren Personen die dir zugeteilten<br />
Schulen zu besuchen</p>
<p>Dabei wirst du vom „WAHLGANG ´09“-Team der Politikfabrik tatkräftig unterstützt. Wenn das Dein Interesse geweckt hat und Du Dich der Herausforderung gewachsen fühlst, schicke bis zum 21. August eine aussagekräftige Bewerbung an christine.trumpfheller@politikfabrik.de. Wenn du noch Fragen hast, ruf einfach unter 030/ 609 808 210 an und frag nach Christine oder Lena. Wenn wir Deine Bewerbung überzeugend finden, dann laden wir dich ein und wollen dich persönlich kennen lernen!</p></blockquote>
<div class="zemanta-pixie"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/pixy.gif?x-id=d317582a-6048-80c7-ad4b-3e2e2ffaa592" alt="" /></div>
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		<title>&#8222;Die Entscheidung&#8220; &#8211; ein Zeitzeugenportrait zum Mauerfall</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 17:49:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>michaelmetzger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[2009 ist das Jahr des Mauerfalls. Nie war das Ereignis so allgegenwürtig, wie zu seinem 20jährigen Jubiläum. Für die Friedrich-Ebert-Stiftung und die Junge Presse Berlin habe ich bereits ein Magazin zu dem Thema produziert. Für das Projekt reporter89 durfte ich jetzt einen Zeitzeugen befragen &#8211; Opa K.Eigentlich bin ich journalistischer Coach für das Projekt reporter89. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=michaelmetzger.wordpress.com&amp;blog=1676772&amp;post=56&amp;subd=michaelmetzger&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2009 ist das Jahr des Mauerfalls. Nie war das Ereignis so allgegenwürtig, wie zu seinem 20jährigen Jubiläum. Für die <a href="http://www.fes.de">Friedrich-Ebert-Stiftung</a> und die <a href="http://www.jpb.de">Junge Presse Berlin</a> habe ich bereits ein <a href="library.fes.de/pdf-files/do/06488.pdf">Magazin zu dem Thema</a> produziert. Für das Projekt <a href="http://www.reporter89.de">reporter89</a> durfte ich jetzt einen Zeitzeugen befragen &#8211; Opa K.<br /><span id="more-56"></span>Eigentlich bin ich journalistischer Coach für das Projekt reporter89. Ab und an leite ich einen journalistischen Einführungs-Workshop, in dem junge Medienmacher lernen wie man Zeitzeugen befragt und gute Artikel schreibt. Für meinen Crash-Kurs habe ich mich jetzt mal selber als Wendezeit-Reporter versucht und Opa K. interviewt, um meinen Autoren ein Musterbeispiel für ein Zeitzeugen-Portrait präsentieren zu können.<br /><!--[if gte mso 9]&gt;   Normal  0  21      false  false  false                     MicrosoftInternetExplorer4  &lt;![endif]--><!--[if gte mso 9]&gt;   &lt;![endif]--> <!-- /* Style Definitions */ p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	mso-layout-grid-align:none; 	punctuation-wrap:simple; 	text-autospace:none; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --> <!--[if gte mso 10]&gt;  /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;}  &lt;![endif]--><br />
<blockquote>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">Reportage „Die Entscheidung“</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:11pt;font-family:Arial;">&nbsp;</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:12pt;font-family:Arial;">Es ist ein verregneter Montagmorgen, als ich mich in den Bus setze und die lange Reise zu Opa K. antrete. Opa K. wohnt im tiefen Brandenburg. Eigentlich war für heute Sonne gemeldet, aber dass es regnet, passt viel besser zu meinem betrübten Gemütszustand, der genauso betrübt ist, wie es der von Opa K. war, kurz bevor die Mauer fiel. Opa K. hatte nämlich noch sehr viel Hoffnung in den Staat der DDR gelegt. Statt eines Unterganges der DDR, wollte er den Staat reformieren. Als alles nichts half und die Mauer fiel, zog Opa K. mit seiner Familie aufs Land. Dort wohnt er noch heute, obwohl seine Frau längst tot ist, und pflegt seinen Hund und seine beiden Katzen. Als ich das Haus von Opa K. betrete, duftet es bereits nach Kaffee. Ich gieße mir Milch und Zucker ein. Der Kaffee ist stark und würzig. „Ich erinnere mich noch sehr gut an den Mauerfall“, sagt Opa K. zum Abschied. „Das war eine turbulente Zeit.“ Nachdenklich trete ich den Heimweg an. Wäre ich damals vor Opa K.s Wahl gestanden – ich wüsste wirklich nicht, wie ich mich entschieden hätte.<i></i></span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="line-height:150%;"><span style="font-size:12pt;line-height:150%;font-family:Arial;">&nbsp;</span></p>
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